Kundeninformationen
Heizlast erklärt
Eine Heizlastberechnung schafft Klarheit, bevor Angebote eingeholt werden: Sie zeigt, welche Leistung Ihr Gebäude wirklich benötigt – und verhindert damit überdimensionierte, teure oder ineffiziente Heizungsanlagen.
Steigen Sie mit fundiertem Wissen in den Austausch mit Fachbetrieben ein – und entscheiden Sie souverän.
| Leistungsmerkmal | Basisvariante | Kundenorientiert – Sanierungsvarianten |
Kundenorientiert – Heizkörperabschätzung |
Kombination 2 + 3 (zzgl. 75 €/WE) |
|---|---|---|---|---|
| Variante | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Digitale 3D-Abbildung des Gebäudes nach vorhandenen Plänen (präzise Flächenermittlung für die Wärmeübertragung). | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Vor-Ort-Termin zum Datenabgleich und zur Aufnahme fehlender Angaben – dank vorab gesichteter Pläne gut vorbereitet; bis 10 km Entfernung von EBFW kostenfrei. | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Ergebnisdarstellung nach DIN EN 12831-1, Verfahren B, in tabellarischer Form. | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Förderfähig in Höhe des für Ihre Maßnahme geltenden Fördersatzes, bezogen auf die Gesamtkosten. | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Berücksichtigung individueller Wunschtemperaturen je Raum anstelle von Norminnentemperaturen (nur für selbstgenutzte Wohneinheiten). | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Erstellung eines Lüftungskonzepts nach DIN 1946-6 für den Ist-Zustand sowie ggf. für die Sanierungsvarianten, mit Ergebnisdarstellung in der Kundendokumentation. | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Bestimmung des energetischen Ist-Zustands als Berechnungsgrundlage (kann vom tatsächlichen Zustand abweichen, z. B. bei parallel zum Heizungstausch geplantem Fenstertausch). | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Definition und Berechnung zweier zusätzlicher Sanierungsvarianten. | – | ✓ | – | ✓ |
| Erfassung aller Heizkörper im Gebäude; Bestimmung der erforderlichen Vorlauftemperatur je Heizkörper nach dessen Abmessung und der Raumheizlast. | – | – | ✓ | ✓ |
| Kundendokumentation: Darstellung der Raumheizlasten im Grundriss zur besseren Orientierung. | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Kundendokumentation: Kennzeichnung der kritischen Heizkörper im Grundriss (mit erforderlicher Vorlauftemperatur) zur Identifikation der schwächsten Heizflächen. | – | – | ✓ | ✓ |
| Kundendokumentation mit Hinweisen zur Warmwasserbereitung, Heizungsdimensionierung und möglicher Förderung. | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Online-Übergabe der Kundendokumentation inklusive Beantwortung offener Fragen (max. 60 Minuten). | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Preis ohne / mit vorheriger iSFP-Erstellung, ab | 399,99 € / 250,00 € | 773,50 € / 399,99 € | 773,50 € / 399,99 € | … zzgl. 75 € pro WE |
✓ im Leistungsumfang enthalten · – nicht enthalten
Alle Preise brutto, unverbindlich – ein individuelles Angebot kann abweichen. Stand: 27.08.2026
1. Gebäudeaufnahme
2. Raumtemperaturen festlegen
Normtemperaturen
Empfohlen für vermietete Objekte. Die Norm-Innentemperatur θᵢ richtet sich nach der Raumnutzung:
| Raumnutzung | Norm-Innentemperatur θᵢ |
|---|---|
| Wohnräume (Wohnen, Arbeiten, Schlafen) | 20 °C |
| Küchen | 20 °C |
| Bäder / Duschen | 24 °C |
| Flure innerhalb beheizter Wohnungen | 15 °C |
| Treppenhäuser (Mehrfamilienhaus) | 12 °C |
| Kellerräume (beheizt) | 15 °C |
| Unbeheizte Kellerräume | 10 °C (typischer Ansatz) |
| Lagerräume (beheizt) | 12–15 °C |
| Technikräume | 15 °C |
| Verkaufsräume | 20 °C |
| Büroräume | 20 °C |
| Besprechungsräume | 20 °C |
| Schulen / Unterrichtsräume | 20 °C |
| Sporthallen | 15–17 °C |
| Sanitärräume (öffentliche Gebäude) | 20 °C |
| Werkstätten | 12–18 °C (je nach Tätigkeit) |
Wunschtemperaturen
Nur empfohlen für selbst genutzte Wohnungen und nur bei signifikanten Abweichungen zu den Normwerten. Geben Sie Ihre gewünschten Raumtemperaturen am besten direkt im Grundriss an – Abweichungen können sehr sinnvoll sein, besonders wenn Sie in einzelnen Räumen höhere Temperaturen bevorzugen.
3. Sanierungsvarianten oder Heizkörperabschätzung
EBfW bietet zwei unterschiedliche Wege zu einer fundierten Entscheidung für Ihre neue Heizungsanlage. Beide Varianten werden im Rahmen eines persönlichen Gesprächs ausführlich erläutert und durch eine verständliche, detaillierte Broschüre ergänzt.
Weg 1
Sanierungsvarianten
Wenn Sie mittelfristig Maßnahmen an der Gebäudehülle planen, werden diese bereits in der Heizlastberechnung berücksichtigt. Neben der Berechnung des Ist-Zustands erstellt EBfW bis zu zwei zusätzliche vollständige Heizlastberechnungen mit unterschiedlichen Sanierungsvarianten – kostenfrei.
Das ist sinnvoll, weil eine Heizungsanlage auch nach zukünftigen Sanierungen optimal zum Gebäude passen sollte: Eine heute scheinbar unterdimensionierte Anlage kann nach Abschluss der Maßnahmen genau richtig ausgelegt sein. Voraussetzung: Die geplanten Sanierungsschritte werden auch tatsächlich umgesetzt.
Weg 2
Abschätzung der Heizflächen
Die vorhandenen Heizkörper werden aufgenommen und ihre Heizleistung mit der berechneten Heizlast abgeglichen – unter den Randbedingungen, die für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe ideal sind, insbesondere einer maximalen Vorlauftemperatur von 55 °C.
Im Ergebnis sehen Sie für jeden Heizkörper, ob er die erforderliche Heizlast bei dieser Vorlauftemperatur decken kann oder eine höhere Temperatur notwendig wäre – mit einer klaren Empfehlung, welche Heizkörper sich für einen Austausch lohnen.
Warum nicht beides zugleich? Die Anzahl der notwendigen Berechnungen und der Umfang der Dokumentation sind erheblich. Auf Wunsch stelle ich eine einzelne Sanierungsvariante inklusive der Auswirkungen auf die Heizkörperdimensionierung dar (leichte Mehrkosten) – dafür entfällt dann die separate Heizkörperberechnung für den Ist-Zustand, da beide Varianten zusammen einen unverhältnismäßig hohen Mehraufwand erzeugen würden.
4. Beispielhaftes Ergebnis
So sieht das Ergebnis der Kundendokumentation exemplarisch aus. In der vollständigen Fassung erhalten Sie mindestens zehn Seiten, die Sie optimal auf die Umsetzung Ihrer Wärmepumpe vorbereiten. Die Unterlagen werden Ihnen immer persönlich übergeben und ausführlich erläutert.
Neben der Detailberechnung (tabellarische Aufführung aller Werte) können Sie diese Kundenunterlage auch an potenzielle Heizungsfachbetriebe weitergeben – mit eingetragenen Heizlasten im Grundriss und den gewünschten Raumtemperaturen erhalten Betriebe eine deutlich übersichtlichere und praxisnähere Datengrundlage als mit der reinen Detailberechnung.



© Florian Wardemann, EBfW
